Tierschutzverein Flusentiere e.V. Tierschutzverein Flusentiere e.V.
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In dieser Rubrik wird alles über den Tierschutz im Allgemeinen, Informationen über Krankheiten sowie Buchvorstellungen veröffentlicht.

Alle innerhalb des Internetangebotes genannten und ggf. durch Dritte geschützten Marken- und Warenzeichen unterliegen uneingeschränkt den Bestimmungen des jeweils gültigen Kennzeichenrechts und den Besitzrechten der jeweiligen eingetragenen Eigentümer. Allein aufgrund der bloßen Nennung ist nicht der Schluss zu ziehen, dass Markenzeichen nicht durch Rechte Dritter geschützt sind! Vervielfältigung und Verbreitung auf elektronischem Weg sind nur nach vorheriger Absprache möglich. Zuwiderhandlungen werden zur Anzeige gebracht.

Wissenswertes über Igel (20.10.2009) 

Anders – aber trotzdem glücklich (07.12.2007) Buchvorstellung

Wissenswertes über Igel
Mit dem Herbst beginnt die Igelzeit
Im Herbst richten, erinnert durch die vielen Medienberichte, viele Leute ihre Aufmerksamkeit wieder verstärkt auf die Igel, die als Kulturfolger in
unserem Lebensraum zu finden sind. u. denen man helfen will. Dabei sehen sie schwerpunktmäßig die Grammzahl der Tiere als Maßstab für die
Hilfsbedürftigkeit..Das ist so nicht richtig. Wir haben von Ende Mai bis in den September hinein je nach klimatischer Lage, Wurfzeit. Kein Tier wird mit 600 g geboren. Das heißt, dass ein Tier auch nicht nach Kalendermonat aufgenommen werden muß, sondern diese in den Köpfen spukende Grammangabe ist nur relevant, wenn Igel nach Frosteinbruch noch mit einem Körpergewicht von um die 500 g. draußen herumlaufen. Diese Igel haben nicht die nötigen Fettreserven für den Winterschlaf. Dies immer wieder beschriebene Untergewicht ist meist krankheitsbedingt und behandlungsbedürftig, wenn die Überwinterung gelingen soll. Unabhängig vom Gewicht und Jahreszeit kann ein Igel mager, weil krank oder verletzt sein. Das erfordert sofortige sachkundige Hilfe in einer Igelstation oder beim Tierarzt. Lt. Tierschutzgesetz ist es nur erlaubt, diese besonders geschützen Tiere nur im Notfall ins Haus zu nehmen, bis sie in der Lage sind, sich draußen selbst zu erhalten. Dazu bedarf es Sachkunde und tierärztlicher Hilfe. Igel darf man hereinnehmen, wenn sie krank, verletzt sind oder verwaiste Babys. Der sachkundige Umgang mit ihnen (Tierärztliche Behandlung, Unterbringung, Ernährung) ist zwindend zu gewährleisten. Hilfreich sind die Seiten von www.pro-igel.de
Wichtiger als die Grammzahlen im Kopf zu haben, ist es einen gesunden von einem kranken Igel zu unterscheiden. Gesunde Igel sind nachtaktive Insektenfresser (keine Nager, keine Äpfelchenfresser!):
a.. Körperform ist tropfenförmig, vorne spitz, hinten rund
b.. Igel haben halbkugelförmige knopfartig hervorstehende schwarze Augen
c.. Nase ist feucht, manchmal tropft sie
d.. Gesunde Igel rennen auffallend schnell weg, wenn man ihnen zu nahe
kommt
e.. oder sie rollen sich zu einer festen Kugel zusammen und erst wieder aus, wenn die Gefahr vorbei ist
f.. Stacheln werden kreuz und quer aufgestellt
g.. Körper ist warm
h.. Kot gesunder Igel ist ein festes dunkles Würstchen
Kranke und damit hilfsbedürftige Igel werden meist am Tag und ohne Deckung liegend gefunden:
a.. Körperform ist walzenförmig, oft ist ein Halsansatz zu sehen (Nackenfalte)
b.. Augen werden nur schlitzförmig oder gar nicht geöffnet
c.. Nase ist trocken
d.. Körpertemperatur kann sehr kühl sein
e.. Kranken Igel rollen sich kaum ein, schnell wieder aus
f.. Gang ist häufig wackelig, oder die Tiere liegen und stehen nicht auf, wirken zahm und zutraulich
g.. Stacheln werden kaum oder gar nicht aufgestellt
h.. Kot ist weich bis flüssig, grünschleimig, gelegentlich mit Blutbeimengungen
i.. Häufig versammeln sich viele Fliegen um kranke und verletzte Tiere,
sie legen ihre Eier darauf ab. Aus denen schlüpfen bald die Maden, die an dem Igel fressen Verletzte und kranke Igel brauchen ganzjährig unverzügliche und sachkundige Hilfe. Unterkunft und Nahrung allein, hilft hier nicht!
Achtung! Wer ein krankes Tier anfasst, sollte darauf achten, dass er sich
nicht infiziert (Eitererreger, Salmonellen etc. Gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife schützt meist ausreichend) Igel brauchen zunächst im Haus eine Unterkunft von ca 1, 5 qm. Größe, die mit Zeitungen ausgelegt ist kein Heu, kein Laub, kein Katzenstreu. Sie brauchen ein Schlafhaus mit
einem Schlupfloch von ca 10 x 10 cm Größe, das auch mit Zeitungen und etwas Knüllpapier ausgelegt ist. Die Reinigung und das Auswechseln der Zeitungen ist täglich mindestens 1x erforderlich. Ebenso brauchen sie 2 standfeste Gefäße für Wasser und Futter (glasierte Blumenuntersetzer aus Ton.) Das Futter sollte so bemessen sein, dass pro Woche eine Gewichtszunahme von 50g bis zu einem Gesamtgewicht von ca 800g. erfolgt. (mindestens 1 x mal wöchentlich ist das Gewicht zu kontrollieren, besser zunächst täglich, (Pflegeprotokoll führen!)
Als Futter ist geeignet:
a.. Katzenfutter mit einigen Tropfen Maiskeimöl und etwas Kleie (Es ist
sonst zu fettarm und Ballaststoffarm, was weiche übel riechende Stühle
verursacht)
b.. Gekochtes Hühnerfleisch, grob zerkleinert mit etwas Kleie
c.. Hühnerflügel und Hälse können mit Knochen gereicht werden, das dient
der Zahnpflege
d.. Rührei, mit wenigen Tropfen Öl in der Pfanne gestockt ist auch geeignet oder
e.. Rinderhack in der Pfanne angebraten mit Öl und Kleie gemischt
f.. Igel lieben Abwechslung, die auch wegen der Nährstoffversorgung erforderlich ist.
g.. Bitte keine Nüsse. Obst, Rosinen u. was man sonst so hört, geben.
Gesunde Tiere mit einem Gewicht von ca 800 g kann man in einem kalten
Raum zum Winterschlaf veranlassen. Alle richtigen Informationen sind auch unter www.pro-Igel.de im Internet abrufbar u. auszudrucken.
Ein Wort zum Schluss:
Igelstationen sind sind nicht flächendeckend vorhanden. Bei Bedarf
vermittelt pro Igel in der Nähe eine geeignete Station in Wohnortnähe
Igelstationen sind in der Regel Privatinitiativen und keine institutionellen Abgabestellen für Igel. Die Kapazität in Privathäusern ist begrenzt,
sowohl vom Raumangebot, wie auch der möglichen Arbeits-aber auch finanziellen Belastung. her. Gerade im Herbst werden diesese Stationen weit über ihre Möglichkeiten oft frequentiert.
Wer ein Tier aufnimmt, übernimmt Verantwortung!
Igelstationen freuen sich über Finder, die ihr gesund gepflegtes Tier nach enstprechender Beratung selbst über den Winter bringen und sich an den entstehenden Kosten angemessen und nach persönlicher Möglichkeit
beteiligen. (Igelstationen haben keine Gebührenordnung aber alljährlich im Herbst hohe Kosten zu tragen - nicht nur für Futter. Auch Medikamente und Tierarztgebühren belasten das private Budget.)
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Anders – aber trotzdem glücklich
272 Seiten, ISBN 978-3-927708-39-6, 19,90 Euro
Erscheinungstermin: Juni 2007 im MariPosa Verlag
Fon 030/ 215 74 93, Fax 030/ 215 95 28

info@mariposa-verlag.de, www.mariposa-verlag.de

Von Albina bis Zausel – jeder ist ein besonderer Hund, weil er ein Handicap hat, das ihn von normalen Hunden unterscheidet: Er ist körperlich behindert, alt, krank oder reagiert aufgrund seiner Erfahrungen verhaltensauffällig.
Ihre Besitzer scheuen keine Mühen und entwickeln allerlei Fantasie, aber dieser Einsatz wird belohnt. Die 60 hier zusammengetragenen Geschichten zeigen, dass Hunde mit Handicap »trotzdem glücklich« sind und ihren Menschen viel Freude bereiten. Dennoch spricht manch einer ihnen das Recht zu leben ab. Dieses Buch beseitigt Zweifel und räumt mit Vorurteilen auf.



»Man wirft ein Leben nicht weg, nur weil es ein wenig beschädigt ist.« Diesen Satz eines unbekannten Autors würden sicher alle Menschen unterschreiben, doch wie sieht die Wirklichkeit aus, wenn man ein behindertes Tier sieht?

»Dass Sie den nicht wieder zurückgegeben haben!« »So ein Hund gehört eingeschläfert, es ist doch eine Qual für ihn zu leben.« Solche und ähnlich schockierende Sätze müssen sich Besitzer dieser Tiere immer wieder anhören, ebenso zweifelhafte Prognosen und Klischees, dass man nur Probleme bekäme und »solche Hunde« bissig und gefährlich wären. Wie so oft, ist es Unwissenheit und manch ein Mensch entschuldigt sich später für sein vorschnelles Urteil, wenn er sich nähere Informationen über die Sachlage verschaffen konnte und sich auf das Neue erst einmal eingelassen hat.

Unsicherheit und Skepsis machen aber auch vor erfahrenen Hundebesitzern nicht halt, wenn sie zum ersten Mal einen Handicap-Hund haben. Da es kaum geeignete Literatur und auch im Internet wenig helfende Hinweise gibt, schleichen sich Denkfehler ein.

Nur im Zusammenleben wird klar: Ein behinderter Hund »grübelt« – im Gegensatz zu einem behinderten Menschen – nicht über seine Behinderung nach. Daher kann er sich prächtig entwickeln und ein fröhliches, ausgeglichenes Tier werden, das jeden einzelnen Tag aufs Neue genießt und vor Lebensfreude geradezu strotzt. Die Wunden heilen, das Vertrauen kommt wieder und manch ein bereits totgesagter Hund »entscheidet sich«, es doch noch etwas länger zu versuchen.

Dabei sind Pflege und Erziehung nicht immer schwerer als bei anderen Hunden. Aber es lohnt sich auch, Strapazen auf sich zu nehmen und manchmal einen längeren Weg zu gehen. Darin sind alle Besitzer sich schließlich einig. Sie möchten keinen Tag mehr ohne ihre Lieblinge sein, empfinden sie als absolute Bereicherung und entscheiden sich immer wieder für eine solche Aufgabe.

Hunde mit Handicap zeigen jeden Tag ihre Dankbarkeit und möchten nur eines: dem Menschen, der sie liebt, gefallen und ihm ihre ganze Liebe schenken, auch wenn sie vorher noch so viel Qual und Unrecht erdulden mussten. Der wiedergewonnene Lebenswille und die schier unendliche Zuversicht lassen die Besitzer manchmal sogar eigenes Leid vergessen, zumindest aber kann die Einstellung dazu grundlegend verändert werden. Passiert dem blinden Hund Jesse z. B. ein Missgeschick, schüttelt er sich kurz und weiter geht’s. Auf Mitleid kann er verzichten und auch seine Kumpel, deren Geschichte in diesem Buch aufgeschrieben ist, stellvertretend für viele andere Schicksale. Hunde mit Handicap: Ob körperlich oder geistig behindert, stigmatisiert durch Alter, Krankheit oder Rassenzugehörigkeit, aus dem Ausland oder aus zweiter, manchmal auch dritter oder vierter Hand – haben nicht alle eine Chance verdient? Warum soll man ihnen ihr Leben nehmen, wenn sie keine Schmerzen haben und nicht leiden?

Das Buch gibt viele Antworten auf Zweifel und Vorurteile. Dabei ist es unterhaltsam und informativ zugleich.

Hunde mit Handicap sind Kämpfer mit dickem Fell und nicht selten echte kleine Stars.

Zu beziehen über die Herausgeberin Anke Dalder, Tel.: 06231/ 40 300 99, Fax: 06231/ 916386, e-mail: info@Tierischer-Laden.de , www.Tierischer-Laden.de , den Verlag oder jede Buchhandlung
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Statistiken
In der Vermittlung sind derzeit 9 Rüden, eine Hündin, keine Welpen und keine Katzen.
Insgesamt sind 12 zu vermittelnde Tiere eingetragen. Vermittelt wurden bisher 369 Tiere.
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